ECOP-marine

Vortrag anlässlich der Reisemesse in Hannover.

Der Waltourismus allgemein und die Walmassaker auf den Faroer-Inseln - zwei Seiten der gleichen Münze und ihre negativen Folgen.

Ort : Hannover/Messegelände
Reisemesse : 13.Reisepavillon
Datum : 02. Februar 2003
17 Uhr / Haus Brüssel

Alle ECOP-mariner und Gäste sind herzlich eingeladen.
Platzreservierung bitte per e-mail an: marine@ecop.info

PRESSEMITTEILUNG ( frei zur Veröffentlichung: sofort )

ECOP-marine in Zusammenarbeit mit ECOTERRA Intl. referiert 
anläßlich des 13. Reisepavillon auf der Reisemesse in Hannover 
am 02.Febr.03, im Haus Brüssel um 17 Uhr, zum Thema: 

Der Waltourismus allgemein und die Walmassaker auf den 
Faroer-Inseln. Zwei Seiten der gleichen profitgeilen Münze 
und ihre negativen Folgen. 

Jährlich steigt die Zahl der Waltouristen, aber leider auch die Zahl 
der abgeschossenen Wale. "Waltourismus" verhindert nicht den 
Walfang, sondert fördert ihn in einigen Fällen!", sagt ECOP-marine 
Vorstand Günter Merker. 

So verzeichnete Island im letzten Jahr einen Rekord von 60 000 
Walbeobachtern, was einen Umsatz von 8 mill. U.S.Dollar 
einbrachte. Jeder 5.Islandtourist buchte eine "Whale-Watching" 
Tour. 

Seit über 14 Jahren hielt sich Island an das Handels und 
Fangverbot. Bereits letztes Jahr wurde jedoch ein Vertrag mit 
Norwegen unterzeichnet, der eine Lieferung von 30 Tonnen 
Walfleisch beinhaltete und gleichzeitig unterwanderte Island das 
Washingtoner Artenschutzübereinkommen(WA). Am14. Oktober 
2002 wurde Island dann - obwohl erst im 2.Anlauf - bei einem 
außerordentlichen Treffen der internationalen Walfang- 
Kommission (IWC) sogar als stimmberechtigtes Mitglied 
zugelassen. Der Aufschrei der internationalen Walschutz- 
Organisationen und alle Proteste von Nationen wie 
Deutschland oder USA halfen dabei nicht. 

Island versucht jetzt wie Norwegen, sowohl durch Waltourismus 
als auch durch den Fang von Walen lediglich die Wal-Ausbeutung 
und den Profit zu maximieren. Der Isländische Fischereiminister 
kündigte im Rundfunk für den kommenden Sommer den sog. 
"Wissenschaftswalfang" auf Finn-,Sei- und Zwergwale an. 

Leider wird der Waltourismus in Norwegen sogar von einigen 
"Walschutzorganisationen" unterstützt. Diese erhalten "Prozente 
für ihre Vermittlung und Bewerbung von Walbeobachtungstouren, 
ohne daß Forderungen gestellt wurden oder Bedingungen 
einzuhalten sind. Legitime Forderungen wären bespielsweise, 
daß Norwegen gleichzeitig die Fangquoten senkt oder den 
Walfang ganz einstellt. 

Der ehemalige norwegische Außenminister Stoltenberg 
bezeichnete die Wale als "Ratten der Meere". Steinert 
Bastesen, ehemaliges Regierungsmitglied Norwegens war in 
einen Skandal verwickelt, wobei 6 Tonnen Walfleisch illegal 
als Makrelen deklariert auf dem Weg nach Japan entdeckt 
wurden. 

Auf den Faroer-Inseln werden jedes Jahr ab Mai und bis in 
den September hinein die vorüberziehenden Pilotwale mit 
Motorbooten in flache Buchten getrieben und auf grausamste 
Weise umgebracht. Auf der ITB (Internationale Tourismusbörse 
Berlin) wurde in einem Reiseprospekt sogar auf die Möglichkeit 
hingewiesen, daß auch Touristen an diesem Grindwalgemetzel 
teilnehmen können, und das Abschlachten der hilflosen Wale 
wurde als Attraktion angepriesen. 

Nicht nur jedem Walfreund müßten diese Hintergründe des 
Waltourismus zu denken geben. Waltourismus in Walfangländern 
ist ungefähr so: Erst man jagt die Tiere mit der Kamera, dann mit 
Harpunen und einige Zeit später liegen die Wal-Steaks auf den 
Tellern japanischer Restaurants. Oder die Wale landen auf 
norwegischen Müllhalden, weil die Kühlhäuser überquellen von 
Walfleisch, welches zu "Forschungszwecken" dort lagert und 
stark kontaminiert ist. 

ECOP-marine erstellte daher einen klaren Forderungskatalog: 

1. Zugelassen sein soll nur ein begrenzter, streng überwachter 
und nur von speziell geschulten Führern durchgeführter 
Waltourismus, der nicht die Nationen mit Walfangindustrie 
unterstützt. 

2. Nur Boote mit Elektro- oder Wasserstoff-Motoren dürfen zum 
Whalewatching eingesetzt werden. Dies ist umweltfreundlich, 
verringert die Lärmbelästigung der Wale und es ist ausgeschlossen, 
daß Walfangschiffe außerhalb der Walfangsaison ihren 
fortwährenden Unterhalt mit dem Tourismus verdienen. 

3. Mindestens 10% von jedem Whalewatching-Ticket müssen 
in einen anerkannt neutralen Walschutzfond fließen, aus dem dann 
echte Schutzprojekte finanziert werden, unabhängig davon ob 
dieses Boot einer Walschutzorganisation gehört oder von einem 
privaten Eigner betrieben wird. 

Laut Aussage der Organisation "The Coastal Union" (ECCU), 
verzeichnete Europa letzten Jahres 2 Millionen Wal-Touristen, 
die für einen Umsatz von 20 Millionen Euro sorgten. Die ECCU 
stellte einen Katalog zusammen, der die Forderungen ihrer 
Mitgliedsorganisationen, die sich mit Walschutz befassen, auflistet, 
um die Wale bei den touristischen Touren so wenig wie möglich 
zu gefärden oder zu belästigen. Daran hält sich bisher kaum 
jemand. 

Die Tourismusbranche sollte ihre Stärke gegenüber den 
Walfangnationen demonstrieren und sich Boykottaufrufen 
anschließen, meint Günter Merker von ECOP-marine. 
Als die grausamen Bilder von Odd F. Lindberg über die 
norwegischen Robbenabschlachtung um die Welt gingen und 
die Tourismusbranche zum Boykott aufrief, stellte Norwegen 
für 10 Jahre die Robbenabschlachtungen ein. 

V.i.S.d.P: ECOP-marine 
© ECOTERRA Intl. 2003 

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Hinweise an die Damen und Herren von den Medien: 

Wir bitten um die Veröffentlichung der Aussagen dieser Mitteilung. 
Weisen Sie bitte in Ihren Medien auf die Veranstaltung in 
Hannover hin. 

Gerne unterstützen wir Ihre Arbeit mit weiteren Texten und 
aussagekräftigen Bildern. Für Rückfragen stehen wir Ihnen 
jederzeit zur Verfügung: 

ECOP-marine Pressesprecher: Andreas Smiller 
Tel.: +49-(0)160-9144-9815 
e-mail: marine@ecop.info 
ECOTERRA - Presse: presse@ecoterra.net

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Vortrag Reisemesse /Hannover 02.02.03
Die negativen Folgen des Waltourismus
Die Walmassaker auf den Faroer-Inseln

von Günter Merker

DER MYTHOS WAL:
Über 50 mill. Jahren durchkreuzen Wale die Weltmeere. Der Blauwal mit
einer Länge von über 30 Metern, ist das größte Tier, das je auf Erden
existierte. Nur wenige Lebewesen haben die Fantasie der Menschen so
beflügelt wie der Wal. Seit je her übt er eine unbeschreibliche
Faszination auf den Menschen aus, spielt in vielen Mythen, Geschichten
,Sagen ect. eine besondere Rolle. Man denke nur an den Roman „Moby Dick“

von Melvilles der zum Bestseller wurde und es auch zu einer Verfilmung
kam.
Delfine wurden durch ihre anmutende Eleganz, den offensichtlichen großen

geistigen Fähigkeiten, als gottähnliches Wesen verehrt, in der antiken
Kultur der Mittelmeere.
In wenigen Jahrzehnten hat der Mensch auf der Suche nach dem flüssigen
Gold, dem Waltran mit moderner Technik an den Rand der Ausrottung
gebracht.
Der Wal ist nicht der Feind der Menschen, aber der Mensch kam als Feind
der Wale.
Ein Zitat der Meeresbiologin Petra Deimer, aus ihrem Buch:“ Das Buch der

Wale“. Sie ist Gründerin der Walschutzorg. GSM; Gesellschaft zum Schutz

der Meeressäuger .

DER WALTOURISMUS IST EINE BELÄSTIGUNG FÜR DIE MEERESBEWOHNER GEWORDEN:
Jährlich steigt die Zahl der Waltouristen, leider auch die Zahl der
abgeschossenen Wale. Allein Europa verzeichnete im letzten Jahr 2mill.
Walbesucher; die für einen Umsatz von 20 Millionen Euro sorgten, laut
Aussage von „The Coastel Union“ ECCU; Dieser Verband, also ein Verbund
von Organisationen ,erstellt einen Forderungskatalog für humanere
Walbeobachtungstouren, worauf ich später zurückkommen werde.
Die Hoffnungen der Walschutzorganisationen haben sich nicht erfüllt,dass sich mit den ständig steigenden Besucherzahlen des Whale-Watching,
auch der aktive Einsatz zum Schutz der Meeresbewohner von Interesse sein

wird.
Wale anzutreffen ist immer seltener geworden. Oft umkreisen bis zu fünf
und mehr, vollbesetzte Boote einen Wal , Schlauchboote mit lärmenden
Außenbordmotoren fahren mitten in eine Delfinschule. Die Veranstalter
stehen unter Erfolgsdruck.
Swim with the Dolphin wird oft angeboten. Man fährt in eine
Delfingruppe damit die Touristen in unmittelbarer Nähe mit ihnen
schnorcheln ,schwimmen können. Diese Art von Annäherung erfordert
Vorsicht und viel Gefühl, wann die Wale in Ruhe zu lassen sind.
Es gab Situationen , die Dr. Thomas Henningsen in seinem Nachwort des
Buches >Whale Watching< -im Trend beschreibt, bei denen die Delfine den
Schwimmern auswichen, die Touristen wieder in die Boote geholt wurden
nach kurzer Verfolgungsjagd erneut in die Delfingruppe gelassen wurden.
Dies stört nicht nur die Tiere, es kann sie aus ihren Revieren
vertreiben.
Feed the Dolphin : Durch füttern auf den Touren wird versucht in die
Nähe der Delfine zu kommen, sie an einen bestimmten Ort und Uhrzeit zu
gewöhnen. Die Tiere erlernen schnell das Betteln, die Jungtiere
verlernen schnell die Nahrung selbst zu erjagen. Außerdem ist nicht der
sichere Abstand Motorboot – Delfin gewährleistet, die Verletzungsgefahr
durch Schiffsschrauben ist groß.
Erich Hoyt (australischer Walexperte) schreibt in seinem Buch ( dritte
Auflage erscheint in der ersten Jahreshälfte 03 ) Wale und Delfine
beobachten; über das profitorientierte Geschäft mit Walbeobachtern.

VERBINDUNG : WALTOURISMUS –WALFANG!
Island verzeichnete im letzten Jahr einen Rekord von 60 000
Walbeobachtern, was einen Umsatz von 8mill. U.S. Dollar einbrachte.
Jeder 5.Islandtourist buchte eine „Whalewatching“ Tour. Bis zu 15
verschiedene Walarten verbringen hier im Nordatlantik den Sommer.
Vor ca. 14 Jahren stellte Island den Walfang ein und hielt sich an das
weltweite Fang und Handelsverbot und setzte auf Waltourismus. Am
9.November 1986 wurden im Hafen von Rejkjavik zwei Walfangboote der
isländischen Walfangflotte versenkt, eine Walfleischverarbeitungsfabrik
wurde völlig zerstört. Der Schaden betrug insgesamt 8mill.Dollar. Von
dieser Aktion hat sich Island nicht mehr erholt, und stellte den Walfang

später ein.
Kapitän Paul Watson, ehemaliges Gründungsmitglied von Greenpeace,
bekannte sich mit seiner neuen Organisation >Sea Shepherd Conservation
Society zu diesem Anschlag. Er reiste in Island ein und verlangte einen
Prozess in Anwesenheit internationaler Presse. Es kam nicht zu einem
Prozess, Island scheute das internationale Interesse. Paul Watson der
sich selbst als >Leibwächter der Wale < sieht. die Japaner ihn als
>Samurai der Meere< bezeichnen, wurde der Insel verwiesen.
Island hat in den 14Jahren der >Abstinenz< von Norwegen einiges gelernt.

Diese große Walfangnation fährt Zweigleisig große Gewinne ein.
Am14.Okt.2002 wurde Island erst im 2.Anlauf bei einem außerordentlichem
Treffen der internationalen Walfang Kommission (IWC) als
stimmberechtigtes Mitglied zugelassen und kann somit den
Walfangnationen, wie Norwegen und Japan den Rücken stärken und durch die

Hintertür des sogenannten“ wissenschaftlichen Walfang“ zur Jagd blasen.
Aus dieser beliebten Whalewatchinginsel wird wieder eine Walfangnation.
Der Isländische Fischereiminister hat im Rundfunk angekündigt , dass in
diesem Sommer 250 Zwergwale, 200 Finn und 68 Seiwale unter dem
Deckmantel der Wissenschaft getötet werden sollen.
Laut Informationen der Walschutzorg. >WDCS< hat Island mit Norwegen
einen Importvertrag von 30Tonnen Walfleisch abgeschlossen, 18Tonnen
bereits schon erhalten.
Die Biologin Frau Dr. Sandra Altherr von PRO WILDLIFE berichtete: Mit
diesem Rekort-Deal von 30 Tonnen provoziert Island die internationale
Staatengemeinschaft.
DER WALTOURISMUS in Norwegen wird leider sogar von einigen
Walschutzorganisationen unterstütz . Diese erhalten „Prozente“für ihre
Vermittlung und Bewerbung von Touren, ohne dass Forderungen gestellt
wurden, oder Bedingungen einzuhalten.. Legitime Forderungen wären z.B.,
dass Norwegen die Fangquote senkt oder den Walfang ganz einstellt.
Wie ist es moralisch zu vertreten auf der einen Seite
Walbeobachtungstouren durchzuführen, die in Norwegen sogar z.T. mit
Walfangbooten stattfinden, und auf der anderen Seite der Walfang?
Norwegen und Japan sorgen bei jeder IWC dafür, dass die Abschussquoten
erhöht werden. Bald werden Forderungen ausgesprochen, dass wieder
Walfleisch offiziell gehandelt werden darf, obwohl das Fleisch
hochgradig kontaminiert ist, gestrandete Wale als Sondermüll entsorgt
werden mussten. Greenpeace befasst sich intensiv mit dem Thema:
Dauergifte in Walen. Die unsichtbare Gefahr.
Der ehemalige norwegische Außenminister Stoltenberg sprach sehr deutlich

sein Verhältnis zu den Walen aus:“ Wale sind die Ratten der Meere.“
Ein ehemaliges Regierungsmitglied Steinart Bastesen war in einem Skandal

verwickelt, als 6Tonnen Walfleisch als Makrelen deklariert, auf dem Weg
nach Japan entdeckt wurden und beide Regierungen versuchten diesen
Vorfall zu vertuschen.

DIE WALMASSAKER AUF DEN FAROER-INSELN UND TOURISMUS:
Geographie
Zuerst einmal die geographische Lage. Die Gruppe der Faroer besteht aus
18 Inseln umfasst ein Gebiet von ca.1400 qkm und liegen zwischen Island
und Schottland.
Einwohner: 45 000,
Tourismus: ca. 35 000,
Die Faroer gehören zu Dänemark die jährlich mit 130 mill.Euro von
Dänemark subventioniert werden. Da reiche Ölvorkommen vor den Küsten
gefunden wurden, sieht das Mutterland Dänemark die angestrebte
Unabhängigkeit der Färinger mit gemischten Gefühlen entgegen. Das Öl,
die schwarze Pest sorgt auch hier für politische Spannungen, wie in
anderen Teilen der Welt, nur mit dem Unterschied, dass nicht mit Krieg
gedroht wird.

GRINDWALJAGD AUF DEN FAROE-INSELN:

Jedes Jahr werden ab Mai bis in den September hinein die
vorüberziehenden Grindwale auch Pilotwale genannt, mit Booten in flache
Buchten getrieben, die ihnen dann den Weg ins offene Meer versperren und

auf grausamste Weise abgeschlachtet. Es werden nicht einzelne Tiere
gejagt, ganze Familienverbände sogenannte Schulen fallen diesem
traditionellen Massaker zum Opfer. Der qualvolle Todeskampf der Wale
dauert oft Stunden. Die Buchten sind rotgefärbt vom Blut. Schwere
Metallhaken, Gaff genannt, werden ins Blasloch gerammt, was die Tiere
orientierungslos macht, sie verbluten innerlich, Rückrad- und
Kopfarterien werden mit Messern durchschnitten. Man tötet so viele Wale
wie man bekommen kann. Eine feste Fangquote gibt es nicht.
Nach Angaben des Fischereiministeriums der Faroer-Inseln werden im Jahr
ca. 1300 Wale getötet. Der Rekord der hingerichteten Wale und Delfine
lag in einem Jahr bei 43 235.

Bei einer Aktion der Org. Sea Shepherd, gegen das Robbenschlachten der
Kanadier, und die Grindwalmassaker auf den Faroer auf der
INTERNATIONALEN TOUTISMUSBÖRSE BERLIN (ITB) lag am Infostand der
Faroer-Inseln ein Reiseprospekt aus, in dem auf die Möglichkeit
hingewiesen wurde , dass sich auch Touristen an der Hetzjagd von
Grindwalen beteiligen können und es wurde als Attraktion angepriesen.
Trotz internationaler Proteste hält unser Nachbarstaat voller Stolz an
diesen grausamen Grindwalmassakern fest. Unternehmen Aldi Nord-Süd,
Edeka , REWE und Tengelmann folgten den Boykottaufrufen.
Die ARD- Sendung Monitor zeigte einen Bericht über diese Massaker, die
nur mit versteckter Kamera aufgenommen werden konnten, da mit Leuten,
die Aufnahmen wie diese veröffentlichen, nicht zimperlich umgegangen
wird.

Nicht nur jedem Walfreund müssten die Hintergründe des Waltourismus zu
„Denken“geben. Waltourismus in Walfangländern ist ungefähr so, als wenn
ein Schlachthaus zum bezahlten Rundgang einladen würde, oder Jäger
zahlende Touristen mit auf den Hochsitz nehmen um ihnen Bambi zu zeigen,

was wenig später für den Wildhandel umgeblasen wird.

Zurück zu dem Verbund „The Coastel Union“ ECCU erstellt einen
Forderungskatalog der Mitglieder und gibt sie als Richtlinien an Ländern

weiter die Waltourismus betreiben, damit die Wale nicht unnötigen
Belästigungen ausgesetzt sind.
ECOP-marine wird mit folgenden Forderungen an ECCU herantreten:
1. Zugelassen sein soll nur noch ein begrenzter, streng überwachter und
nur von speziell geschulten Führern durchgeführter Waltourismus sein,
der nicht die Nationen mit Walfangindustrie unterstützt.
2. Nur Boote mit Elektro oder Wasserstoffmotoren dürfen zum
Whalewatching eingesetzt werden. Dies ist umweltfreundlich, verringert
die Lärmbelästigung der Wale und es ist vor allem ausgeschlossen, dass
Walfangschiffe außerhalb der Walfangsaison ihren fortwährenden Unterhalt

mit Whalewatching verdienen.
3. Mindestens 10% von jedem Whalewatching-Ticket müssen in einen
anerkannten neutralen Walschutzfond fließen, aus dem dann echte
Schutzprojekte finanziert werden, unabhängig davon ob dieses Boot einer
Walschutzorg. oder von einem privaten Eigner betrieben wird.


Als in den 70igern die Bilder des norw. Regierungsinspektor Odd. F.
Lindberg um die Welt gingen, von der barbarischen Robbenabschlachtung ,
war das Entsetzen groß. Die Tourismusbranche erkannte ihre Machtposition

und rief zum Boykott auf. Norwegen stellte für 10Jahre das
Robbenschlachten ein.
Odd. F. Lindberg verließ Norwegen, erhielt in Schweden Asyl, nachdem er
und seine Familie mit 2 Kindern mehrere Morddrohungen erhalten hatten.
Herr Lindberg wurde auf offener Straße zusammengeschlagen.
Sein Mut und die Verachtung gegenüber der gesehenen Grausamkeiten,
brachte ihn und seine Familie in eine Isolation und machte ihn zu einer
tragischen Figur. Ich möchte an dieser Stelle meine Anerkennung und
Achtung Herrn und Frau Lindberg aussprechen.
Ich hoffe, die Tourismusbranche wird sich wieder ihrer Stärke und
Einflusses bewusst, sich für den Erhalt der Umwelt einzusetzen.
Ich danke Ihnen für ihre Aufmerksamkeit und Ihr Interesse. Vielen Dank
auch an Stattreisen, die uns die Möglichkeit gegeben haben ,diesen
Vortrag hier zu präsentieren, auf der 13. Reisepavillon/ die Messe für
nachhaltigen Tourismus.

 

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